Gebloggt Tamaras Erziehungs-Blog

Abstillen – aber wie?

Geschrieben von Tamara Jungbauer

Sanftes Abstillen mit Tamaras Hilfe

Die Stillphase ist die innigste Zeit, die ihr Mamas mit eurem Kind gemeinsam verlebt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem euer Kleines Schritt für Schritt lernen sollte,  ohne die mütterliche Brust auszukommen. Tamara gibt euch hilfreiche Tipps, damit die Entwöhnung für beide “Seiten” so stressfrei wie nur möglich wird.


 

Irgendwann merkst du, dass es langsam Zeit wäre, mit dem Stillen aufzuhören. Im Idealfall ist es für beide Seiten – also für Mama und Baby – der richtige Zeitpunkt. Manchmal braucht es aber doch von Seiten der Mutter mehr Initiative, um das Kind sanft vom Busen zu entwöhnen.
Was auch immer der ausschlaggebende Grund ist, wichtig ist vor allem eines in Bezug auf das Abstillen: es sollte so sanft und langsam wie möglich erfolgen.

Am Tag

Trinkt das Kind problemlos Milch auch aus der Flasche, so kann die Flasche tagsüber langsam eine Mahlzeit nach der anderen ersetzen bzw. die zunehmend festere Nahrung ergänzen. Nachts sollte – sofern das Kind ein Jahr oder älter ist – wenn möglich eher auf die Flasche verzichtet werden. Rein physiologisch benötigt ein einjähriges Kind nachts in der Regel keine Nahrung mehr. Wasser kann hier helfen, den Übergang zu erleichtern.

Verweigert das Kind die Flasche, so reduzierst du am besten die Stillmahlzeiten langsam, indem du die Mahlzeiten immer mehr mit fester Nahrung gestaltest und der Busen dadurch immer mehr in den Hintergrund rückt. Mit einem Jahr sind ein bis zwei Portionen Milch am Tag mehr als ausreichend – hier kann man sich über Ziegen- und Schafsmilch bis zur Kuhmilch vorantasten, diese in Form von Getreidebrei anbieten oder im Trinkglas.

In der Nacht

Um die Stillmahlzeiten nachts langsam zu reduzieren, ist es meist am einfachsten, wenn der Papa einspringt, um das Kleine zu trösten, ihm gegebenenfalls Wasser gegen den Durst und liebevolle Zuwendung gegen die Einsamkeit zukommen zu lassen.
Ist ein Kind bereit, so wird es auf derartige Umstellungen ganz gut reagieren. Die Stillbeziehung ist eine sehr intime und intensive Beziehung zwischen Mutter und Kind und daher ist eine Lösung aus dieser engen Bindung mit einem gewissen Trennungsschmerz auf beiden Seiten verbunden.

Zuwendung und Geduld

Das Kind wird sich anfangs also vielleicht ein wenig über die Veränderung „beschweren“. Mit ausreichend Geduld und Zuwendung wird es aber sehr bald die Umstellung akzeptieren. Sollte sich das Abstillen jedoch schwierig gestalten, so bedeutet dies nur eines: das Kind braucht noch etwas mehr Zeit.

Bild: goodluz

Über den Autor

Tamara Jungbauer

Ich bin Mutter zweier Söhne, lebe in Wien und habe Erziehungswissenschaften studiert. Mit meinem Erziehungsblog "www.erziehungskiste.net", biete ich neben Infos rund um das Thema Kinder und Familie auch eine kostenlose E-Mail Beratung an. Meine Beiträge beinhalten Tipps und nützliche Informationen für Eltern und andere Interessierte und ich freue mich, nun auch den ma-gazin-Lesern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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