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6 Tipps gegen Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft
Saskia
Geschrieben von Saskia

Thrombose ausschließen!

In den letzten Monaten vor der Geburt ist ein geruhsamer Schlaf gar nicht mehr so einfach. Der Bauch ist riesig, das Baby bewegt sich, und meist schmerzt der Rücken. Und wenn ihr endlich eine bequeme Schlafposition gefunden habt, melden sich plötzlich eure Beine. Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft? Nicht mit uns!


Wadenkrämpfe entstehen meist durch Magnesiummangel. Gerade in der Schwangerschaft kann dieser Fall schneller eintreten als sonst. Zum einen, weil ihr häufiger schwitzt und zum anderen, weil ihr schneller zur Toilette müsst als gewöhnlich. Bevor euer Körper also Mineralstoffe und Co. aufnehmen kann, werden diese meist schon wieder ausgeschwemmt. Wir haben einige Tipps für euch, um Wadenkrämpfen vorzubeugen und, sofern ihr sie bereits habt, hilfreiche SOS-Tipps für eine schnelle Linderung.

6 Tipps gegen Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft

SOS-Tipps gegen Wadenkrämpfe

1. Dehnen, strecken und gehen

Kein Geheimtipp, aber der wohl effektivste, wenn ihr mitten in der Nacht von einem fiesen Wadenkrampf geweckt werdet. Damit der Schmerz sowie die Verhärtung nicht zu stark werden, solltet ihr das Bein strecken und die Fußspitze anziehen. Noch effektiver ist es allerdings, aufzustehen und einige Schritte zu gehen. Das fördert die Durchblutung und die Schmerzen klingen in der Regel sofort ab.

2. Massage

Direkt nach dem Krampf hilft es, die Wade zu massieren. Wenn ihr euren Liebsten dafür nicht gerade wecken müsst, kann er die Massage natürlich auch übernehmen und ihr könnt euch noch besser entspannen. 😉

Wadenkrämpfen vorbeugen

3. Magnesiumreiche Lebensmittel 

Die beste und einfachste Möglichkeit einem Magnesiummangel vorzubeugen, ist die richtige Ernährung. Diese Lebensmittel  sind reich an Magnesium: Vollkorn und Vollkornprodukte, Vollkornmehl, Kleie, Haferflocken, Hafermehl, Vollreis (Vollkornreis, Naturreis), grünes Gemüse, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Bohnen und Erbsen.

4. Bewegung und Barfußlaufen

Um die Wadenmuskulatur zu stärken und die Durchblutung zu fördern, ist regelmäßige Bewegung sehr wichtig. Damit ist allerdings keineswegs eine anstrengende sportliche Betätigung gemeint. Regelmäßige Spaziergänge, schwimmen gehen oder sofern es mit eurem Bauch noch möglich ist, kleinere Radtouren reichen aus, um Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft zu vermeiden. In den Sommermonaten solltet ihr außerdem so oft es geht barfuß laufen. Das regt die Durchblutung an und ihr erspart euch lästige Schuhe, die aufgrund von möglichen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sehr unbequem sein können. Falls ihr nicht so gerne schwimmt, könnt ihr auch einfach bis zu den Beinen ins Wasser gehen und leichtes Wasserstampfen betreiben oder darin einfach nur ein wenig auf und ab gehen.

5. Nahrungsergänzungsmittel

Schwangere sollten täglich 310 Milligramm Magnesium zu sich nehmen. Wenn ihr euer Baby stillen wollt und könnt, solltet ihr pro Tag sogar 390 Milligramm zu euch nehmen. Besprecht mit eurem Arzt, ob ihr den erhöhten Bedarf noch über die Nahrung decken könnt oder ob ihr unterstützend auf ein Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen könnt. Wichtig ist, dass ihr diesen Schritt nicht alleine entscheidet, sondern ausschließlich mit eurem behandelnden Arzt. Übrigens bekommt ihr Magnesium ebenfalls von eurem Frauenarzt verschrieben, wenn es darum geht, vorzeitige Wehen zu hemmen.

6. Thrombose ausschließen

In der Schwangerschaft sollte die Thrombosegefahr nicht unterschätzt werden. Diese ist bei Schwangeren um ein Fünffaches erhöht. Vor allem dann, wenn ihr meist nur an einem Bein Wadenkrämpfe oder geschwollene Krampfadern habt, solltet ihr zeitnah zum Arzt gehen. Meist handelt es sich dabei um harmlose Wadenkrämpfe. In seltenen Fällen kann allerdings auch eine Venenentzündung oder eine Thrombose vorliegen. Hier findet ihr weitere Tipps, um eine Thrombose in der Schwangerschaft zu vermeiden.

Titelbild: © Wayhome Studio

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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