featured Gesund

5 wichtige Fakten: Akupunktur bei Kindern

Akupunktur bei Kindern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Wirkt gegen zahlreiche Beschwerden.

Die Akupunktur zählt zu den bekanntesten Anwendungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Migräne oder auch Rückenschmerzen lassen sich damit erfolgreich lindern und die Einnahme von Schmerzmitteln minimieren. Aber kann man die Methode auch bei Kindern anwenden? Und falls ja, gegen welche Beschwerden kann man sie einsetzen? Lest hier die wichtigsten Fakten zur Akupunktur bei Kindern!


Über festgelegte Akupunkturpunkte werden die Energieströme durch Akupunkturnadeln, die aus Gold, Silber oder Stahl sind, im Körper positiv beeinflusst. Übersetzt bedeutet Akupunktur übrigens ganz einfach “Nadelstechen”.  Zugegeben, die Bezeichnung klingt nicht gerade harmlos. Sofern ihr aber selbst schon mal eine Anwendung erhalten habt, wisst, ihr, dass die Behandlung nicht schmerzhaft ist. Bei den Kleinsten gilt es dennoch, einige Punkte zu beachten und sehr sensibel vorzugehen.

5 wichtige Fakten zur Akupunktur bei Kindern

1. Ab wann ist Akupunktur bei Kindern möglich?

Ungefähr ab 2 Jahren wenden Ärzte oder Heilpraktiker Akupunktur bei Kindern an. Allerdings sind die Nadeln dünner und kürzer als bei Erwachsenen. Zudem bleiben sie nur rund fünf Minuten in der Haut anstatt 20 bis 30 Minuten. Bei Babys oder Kindern, die Angst vor dem Piksen haben, kann zum Beispiel eine völlig schmerzfreie Laserakupunktur durchgeführt werden. Während der Behandlung muss das Kind lediglich eine Schutzbrille tragen und die Behandlung ist vollkommen schmerzfrei. Erst ab ungefähr 7 Jahren verwenden Ärzte die gewöhnlichen Nadeln.

2. Gegen welche Beschwerden kann Akupunktur helfen?

Akupunktur kann zum Beispiel bei Kopfweh, Rückenschmerzen oder bei Knochenbrüchen schmerzlindernd wirken. Außerdem kann Akupunktur bei Kindern gegen Bettnässen, Bauchschmerzen, Ohrenschmerzen, Fieberinfekte, Ekzeme, Asthma, Stottern, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Hyperaktivität, Allergien, Angst- oder Konzentrationsstörungen helfen. Auch chronische Beschwerden und Infekte sollen dadurch seltener vorkommen. Übrigens werden in der TCM Erkrankungen anders benannt als in der Schulmedizin und jeder Patient wird dabei ganz individuell betrachtet.

3. Wie erfolgsversprechend ist Akupunktur?

Eine Garantie dafür, dass die Therapie Beschwerden lindert, gibt es leider nicht. Wichtig ist, dass der behandelnde Arzt oder Heilpraktiker über eine spezielle Qualifikation in diesem Bereich verfügt und die Methode beherrscht. In vielen Fällen tritt nach der Akupunktur eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ein. Positiv ist außerdem, dass Ärzte bei Kindern somit wesentlich seltener auf Medikamente wie etwa Schmerzmittel zurückgreifen müssen und mögliche Nebenwirkungen damit ebenfalls wegfallen.

4. Wie verlieren Kinder die Angst vor Akupunktur?

Auch hierfür gibt es kein Patentrezept. Haben eure Kinder bereits Angst vor Nadeln, weil sie sich zum Beispiel noch an die letzte Schutzimpfung erinnern, solltet ihr sie nicht zwingen. Dann ist erst mal viel Geduld gefragt und ein Arzt, der ein paar spielerische Tricks auf Lager hat. Durch Geschichten oder Ablenkungsmanöver wird euer Nachwuchs dann recht schnell merken, dass sie die kleinen Nadeln weniger spüren, als es zum Beispiel bei einer Spritze der Fall ist. Ihr könnt euch vor eurem Kind auch selbst eine Akupunkturnadel setzen lassen. Es ist gut möglich, dass es danach weniger oder keine Angst mehr davor hat.

5. Trägt die Krankenkasse die Kosten?

Bislang tragen Krankenkassen – wie zum Beispiel die BIG – bei chronischen Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule und bei Kniegelenksschmerzen die Kosten. Da bei Kindern meist andere Gründe für die Akupunktur vorliegen, erkundigt euch auf jeden Fall vor der geplanten Behandlung bei eurer Krankenkasse, ob sie sich im Rahmen von speziellen Bonusprogrammen oder ähnlichen Services mit Zuschüssen beteiligt.

Titelbild: © angiolina

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

Hinterlasse ein Kommentar